Das Kinderhaus

Es wird von dem nepalischen Verein „Kiran Nepal“ vor Ort geleitet. Manager und Ansprechpartner sind Dini (eine Pädagogin) und ihr Ehemann Ramesh, der die administrativen Aufgaben übernimmt. Zusätzlich gibt es einen Gärtner und eine Haushilfe. 

Die „ehemalige“ Hausmutter Shanti – Mitarbeiterin der ersten Stunde – hat nach 15 Jahren Tätigkeit im Kinderhaus nun ihr privates Glück gefunden und nach ihrer Hochzeit im August 2013 das Kinderhaus verlassen. Überraschend schnell wurde Ersatz gefunden: Die inzwischen erwachsene Shanti T., die 1998 zu den ersten sechs aufgenommenen Mädchen gehörte, füllt nun diese Position aus.

Das Kinderhaus liegt in Kathmandu im Stadtteil Kusunti, südlich der Ring Road, und wurde im Jahr 2006 bezogen. Das Haupthaus besteht aus drei Etagen, umgeben von einem schönen Garten. Hier können die Kinder ausgelassen spielen. Im Haus bildet das Wohnzimmer mit Essbereich und der angrenzenden Küche den Mittelpunkt. Die Kinder und die Hausmutter Shanti sind in 4-Bett-Zimmern untergebracht. Es gibt drei Badezimmer im Haus. Wie in Nepal üblich hat das Haus keine Heizung. In den Wintermonaten sind die Temperaturen nachts nahe am Gefrierpunkt. Die Mädchen sind es gewohnt, sich wärmer anzuziehen und zum Schlafen sich noch eine zweite Decke überzulegen.

Die Mädchen kommen meist mit 5 -7 Jahren ins Kinderhaus. Das neue Heim bedeutet eine große Umstellung in ihrem Leben. Sie kannten vorher weder Betten, noch Unterwäsche und mussten erst lernen, mit einem Löffel zu essen oder die sanitären Anlagen zu benutzen. In ihrem neuen Zuhause leben die Mädchen wie in einer großen Familie zusammen, in der sie individuell betreut, versorgt und gefördert werden. Inzwischen leben die volljährigen Mädchen in dem 2013 hinzu gekauften WG-Haus in der Nachbarschaft zum Kinderhaus. Sie haben die Schule nach der 12. Klasse mit dem Abitur beendet und befinden sich im Studium oder in der Ausbildung. Die Nähe zum Haupthaus bietet ihnen eine gewisse Sicherheit. Bei Fragen oder Problemen können sie sich jederzeit an die Betreuer wenden, außerdem schaffen sie somit einen fast fließenden Übergang in die Selbständigkeit.

Wir begrüßen es sehr, dass die Mädchen verstärkt soziale Berufe wie Lehrerin, Sozialarbeiterin oder Krankenschwester gewählt haben, so dass sie zukünftig ihren Beitrag für eine Verbesserung im nepalesischen Sozialwesen leisten werden.